Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

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vfr13
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Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

Beitrag von vfr13 » Do 3. Jan 2019, 11:55

Hallo Gemeinde,

es gibt ja bestimmt ein paar Elektrospezialisten unter uns. Ich mit meinem rein mechanischen Hirn komme hier an meine Grenzen.

Möchte Staubsaugermotoren (Vorwerk Tiger 250) als Saugaggregate für eine Fließbank nutzen. Bisher habe ich diese direkt an 220V angeschlossen. Ohne Entstörung.
Anbei das Schaltbild.
20190103_112803.jpg
Wer kann mir sagen, wie ich dort Entstör-Kondensatoren anschließen sollte und welche Kapazität zu empfehlen wäre.

Merci für sachdienliche Hinweise.
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Volker


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Re: Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

Beitrag von suicide jockey » Do 3. Jan 2019, 15:56

Normalerweise sollte sich mit den Serienteilen (eine oder zwei Splen, manchmal such mit Kern) eine ausreichend Entstörung ergeben. Diese Einphasen-Reihenschlussmotoren haben allerdings immer Bürstenfeuer (Funkenbildung zwischen Kohlen und Kollektor).

Einige leistungsfähige Motoren gleichen das durch rotierbare Bürstenträger aus, die leicht gegen die Laufrichtung des Motors verdreht werden. Allerdings ist diese Lösung eigentlich nur für einen bestimmten Lastpunkt brauchbar. Verändert sich die Last, ist diese "Abstimmung" wieder schlechter.

Leider verändern Kondensatoren die Motoreigenschaften unkalkulierbar und können sogar Schäden am Motor anrichten. Da sie, je nach Dimensionierung der Spulen und Kondensatoren und der Verschaltung Schwingkreise bilden, können sie ihrerseits sogar selbst Störungen erzeugen.

Ein Staubsaugermotor darf im Serienzustand keine Funkstörung aussenden ...

Meiner eigenen Erfahrung nach sind Staubsaugermotoren für eine größere Fließbank nicht leistungsfähig genug (auch bei Parallelschaltung) und können auch nicht unbedenklich gegen Vakuum betrieben werden. Sie laufen hoch und werden heiß. Für meine Fließbank (im Bau) bin ich deshalb den Weg des Seitenkanalverdichters gegangen, der berührungslos und verschleißfrei arbeitet. Ein 750-VA-Modell (0,75kW) schafft einen Druckunterschied von 140mBar und 135m³/h
Im Moment überlege ich auch noch die direkte Messung der Durchflussmenge per Luftmassenmesser, was eine Menge "Klempnerei" spart (Kein Plenum, keine Ventile und Blenden, ...).
Zuletzt geändert von suicide jockey am Do 3. Jan 2019, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

Beitrag von vfr13 » Do 3. Jan 2019, 16:16

Hallo Frank,

danke für die schnelle Antwort.

Ich versuch das erst mal mit den Motoren und welches Druckniveau ich damit erreiche.

Da bin ich ja beruhigt, wenn nicht die Telekom oder wer auch immer mich besuchen kommt, wenn ich die Motoren laufen lasse.

Luftmengenmesser ist zwar schön, aber schon wieder viel zu viel Elektronik. 😊
Aber ich hab trotzdem schon mal einen bei mir liegen.


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Volker


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Re: Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

Beitrag von suicide jockey » Do 3. Jan 2019, 16:22

Heute käme da die Bundesnetzagentur (BNetzA) und dann wirds teuer :mrgreen:

Ältere Luftmassenmesser (analog) brauchen nur einen guten Luftfilter gegen Verschmutzung, Masse, 12V und/oder 5V und der Ausgang liefert ein Spannungssignal von rund 0,5 - 4,x Volt entsprechend der angesaugten Luftmenge, bereits kompensiert mit der Temperatur.


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Re: Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

Beitrag von vfr13 » Do 3. Jan 2019, 16:34

Wenn schon denn schon aber auch gleich den Ventillift über z.B. einen Messschieber mit Schnittstelle etfassen und das ganze mit Arduino & Co. als Excel gespeichert.

Und natürlich vorher den Lufmassenmesser kalibrieren. Oder messen die absolut?


Beste Grüße
Volker


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Re: Frage an Elektrotechniker: Entstörung Einphasen-Reihenschlussmotor

Beitrag von suicide jockey » Do 3. Jan 2019, 16:42

Die analogen LMM messen absolut ... aber nichtlinear, die Kunst ist dann nur, vom Herstelle die Kennlinie zu bekommen.

Mir ist nur eine Kennlinie eines LMM bekannt, die Hersteller halten sich da zumeist sehr bedeckt. Lineare Kennlinien sind mir noch nicht untergekommen.

Diese Kalibrierung wäre aber auch für moderne, digitale LMM nötig, die oft genug ein pulsweitenmoduliertes Signal (PWM) ausgeben, das dann durch einen Frequenz-Spannungswandler (F-U-Comverter) muss ...


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